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Die Geschichte der Shagya-Araber in der Schweiz

Schon in den vierziger Jahren wurden arabische Pferde in der Schweizer Zucht eingesetzt. Dr. E. Feisst, Direktor der Abteilung für Landwirtschaft EVD und Chef des eidgenössischen Kriegs-Ernährungs-Amtes hatte, wie Hypologen in vielen anderen Ländern auch, erkannt, dass in der Warmblutzucht der Schweiz das arabische Blut grossen Nutzen bringen kann. In den dreissiger und vierziger Jahren wurde gerade von den Staaten im Osten sehr wertvolles Zuchtmaterial exportiert. Man wusste den Blutwert der Angloaraberhengste Ramzes und Kurde, des Ostpreussen Lateran und Humbold sehr zu schätzen. Man hat damals auch in der schweizerischen Warmblutzucht erkannt, dass sich der Tropfen arabischen Blutes, der über die Beschäler in die Landespferdezucht fliesst, immer wieder günstig bemerkbar macht. Das eidgenössische Gestüt in Avenches umfasste im Sommer 1944 folgende Beschäler: 2 Araber, 5 Anglonormänner, 3 Holsteiner, 12 im Inland gezogene Halbblut- und 83 Freiberger-Hengste. Die beiden Araber waren Reinzucht-Shagya-Araber, nämlich: Koheilan (geb. 1940) von Koheilan VIII, AV, und Shagya (geb. 1940) von Shagya XXVII. Die Hengste wurden 1943 in die Schweiz importiert und kamen aus dem Gestüt Bábolna. Nach den guten Erfahrungen mit den beiden Shagya-Araber-Hengsten kaufte das eidgenössische Hengstendepot Avenches, wie es damals noch hiess, im Jahre 1965 zwei weitere Shagya-Araber aus Bábolna. 4760 Jussuf VI-1, geb. 1955, von Jussuf VI, war der Eine, der Zweite war Shagya II (in Ungarn 5156 Shagya XXXVI-6), geb. 1959, von Shagya XXXVI. Shagya II absolvierte in Ungarn wie in der Schweiz je eine Leistungsprüfung und gewann an der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Budapest 1964 einen Preis. Während Jussuf die Masse 156/19,2/195 aufwies, waren es bei Shagya 159/19,7/185. Beide Hengste wurden nach mässigem Einsatz in der Schweizer Warmblut- und in der Freibergerzucht an private Züchter verkauft. Im übrigen blieben diese Hengste, weil die Kenntnisse der Züchter über dieses wertvolle Blut nicht oder nicht mehr vorhanden waren, ohne Bedeutung.

Als im Jahre 1973 die Schweizer Zuchtgenossenschaft für Arabische Pferde gegründet wurde, waren es vorweg die Züchter von Shagya-Arabern, die die Vorarbeiten geleistet hatten. Die erste Besprechung fand im alten «Stöckli» in Zimmerwald, oberhalb Bern gelegen, statt, unter Beisein von dessen Besitzer, Tierarzt Dr. Adolf Willener, der engagierten im Tessin wohnhaften Leni Walter, und dem damaligen Direktor des Eidg. Gestüts Avenches, Hektor Leuenberger.

Direktor Leuenberger war von allem Anfang an sehr positiv eingestellt zur Gründung einer Araberzuchtgenossenschaft. Er unterstützte das Vorhaben bei den Eidgenössischen Behörden, so dass, nach etlichen Zusammenkünften, am 6. Mai 1973 die Vereinigung gegründet wurde.

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